Verkehrskonzept 2030

Visualisierung Erlenbachstraße

Der Straßenverkehr prägt das Stadtbild von Erbach deutlich – besonders entlang der B 311 (Ehinger Straße) und der L 240 (Erlenbachstraße). Beide Straßen sind stark befahren und führen einen großen Teil des Durchgangsverkehrs durch die Stadtmitte. Dies belegen auch die Zahlen der Datenerhebung zum Verkehrsaufkommen und der Lärmbelastung im Rahmen des Verkehrskonzept 2030. Darum setzte sich die Stadt zum Ziel, die Verkehrsbelastung in den Ortsdurchfahrten spürbar zu senken und die Lebensqualität für die Anwohnerinnen und Anwohner zu verbessern.

KFZ-Verkehr

Im Jahr 2013 wurde vom Gemeinderat die Erstellung eines umfassenden Verkehrskonzepts beauftragt. Damit sollten die Verkehrsströme auf den beiden stark befahrenen Straßen L240 (Erlenbachstraße) und B311 (Ehinger Straße) analysiert und die Grundlage für ein zukunftsfähiges Straßennetz und moderne Mobilitätsformen entwickelt werden.

Als Grundlage für das Verkehrskonzept bezüglich dem KFZ-Verkehr wurden im gesamten Stadtgebiet Erbach Verkehrszählungen und Befragungen durchgeführt. Die Ergebnisse wurden über verschiedene Plattformen zur Diskussion gestellt. Insbesondere gab es für Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit in moderierten Bürgerwerkstätten Lösungsansätze zu diskutieren und sich online am Prozess zu beteiligen.

Ein Projektbeirat aus Vertretern der Stadt, Fachleuten und örtlichen Akteuren entwickelte daraus ein Leitbild für die Verkehrsentwicklung bis 2030, das vom Gemeinderat 2014 einstimmig beschlossen wurde. Dieses bildet die Grundlage für künftige Straßen- und Verkehrsprojekte.

Ein bedeutender Bestandteil der Untersuchungen stellte die Effizienz einer Umgehungsstraße als Ausweichmöglichkeit für die L240. Allerdings wurde dieser Lösungsansatz als nicht rentabel eingestuft. Stattdessen wurde ein Konzept entwickelt, welches den Verkehrsfluss auf der Erlenbachstraße verbessern und dadurch die Stadtmitte aufwerten sollte. So entstand die Idee der Sanierung der Erlenbachstraße, welche im Rahmen der Innenstadtoffensive umgesetzt wurde.

Als wesentlicher Schritt zur Verkehrsentlastung und Lärmreduzierung auf der B311 wurde in den fachmännisch durchgeführten Studien die Querspange identifiziert, die nach mehrjähriger Bauphase am 20. Dezember 2024 für den Verkehr freigegeben wurde. Laut der damaligen Berechnungen soll sie den Verkehr in Erbach um rund 28%, in Donaurieden sogar um bis zu 44 %reduzieren und so eine deutliche Entlastung der Ehinger Straße darstellen.

Rad- und Fußwege

Im Rahmen der Neuordnung der Verkehrsverhältnisse durch einen Verkehrsentwicklungsplan, beauftragte die Stadt die Erstellung eines Radverkehrskonzeptes. Dieses untersuchte das bestehende Angebot für den Radverkehr, dessen Mängel und listete umfassende Maßnahmen zur Behebung der Mängel auf. Dieses Radverkehrskonzept bildet seither den Handlungsrahmen für Ausbau und Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur.

Das gesamte Radwegekonzept finden Sie hier (PDF|34,7 MB).