Wirtschaftliche Auswirkungen auf die Corona-Virus-Pandemie - Informationen und Unterstützung für Unternehmer, Selbständige und Freiberufler

Die Corona-Virus-Pandemie stellt eine ernsthafte und weitreichende Herausforderung für unsere gesamte Gesellschaft dar. Nicht nur bei den Bürgerinnen und Bürgern wächst die Sorge, auch in der Wirtschaft ist sie spürbar. Zwar lässt sich der konjunkturelle Schaden für die Wirtschaft in seiner Gesamtheit noch nicht vorhersehen, aber viele Unternehmen spüren bereits die ersten Auswirkungen der Krise. Die Absage von Messen und Veranstaltungen und die Einstellung der Reisetätigkeit wirken sich auf die Dienstleistungsbranche aus, insbesondere auf Logistik, Handel und Gaststättengewerbe. Zugleich geht die Auslandsnachfrage zurück und internationale Lieferketten werden gestört oder unterbrochen und führen zu Produktionsengpässen vor Ort. Besonders hart trifft es auch die Inhaber kleiner Geschäfte und Läden, die durch die Schließung des Einzelhandels mitunter vor Existenznöten stehen.

"Die Errichtung eines Schutzschilds für Beschäftigte und Unternehmen",

das ist die zentrale Botschaft der Bundesregierung zu den Auswirkungen der Corona-Krise. Firmen und Betriebe sollen mit ausreichend Liquidität ausgestattet werden, um gut durch die Krise zu kommen.

Im nachfolgenden FAQ-Bereich haben wir die zur Verfügung stehenden Unterstützungsangebote für Sie zusammengefasst. Wir sind bemüht diese so aktuell wie möglich zu halten, können die Vollständigkeit aber nicht garantieren und bitten Sie daher, sich über die entsprechenden Stellen weiter zu informieren.

Stand: 29. April 2020


Welche Pflichten habe ich als Arbeitgeber? 

Im Rahmen der Fürsorgepflicht muss der Arbeitgeber Risiken für seine Beschäftigten minimieren. Er sollte insbesondere über Entstehung und Symptome der Infektion aufklären und Dienstreisen in Risikogebiete untersagen bzw. verschieben. Daneben sollte er verschärfte Hygienemaßnahmen einführen, seine Mitarbeiter insbesondere zu häufigem und gründlichem Händewaschen anhalten, körperlichen Kontakt zwischen den Beschäftigten (z.B. Handschlag zur Begrüßung) untersagen und Desinfektionsmittel bereitstellen.

Daneben sollte der Arbeitgeber seine Mitarbeiter auffordern, ihm mitzuteilen, wenn sie innerhalb der letzten 14 Tage Kontakt zu infizierten Personen, oder Personen die unter dem Verdacht des Virus stehen, gehabt haben oder sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben.

 Was tun bei einem Corona-Verdachtsfall im Unternehmen?


Aufgrund der hohen Ausbreitungsgefahr sind Corona-Infektionsfälle meldepflichtig. Zuständig ist das Landratsamt des Alb-Donau-Kreises, Fachdienst Gesundheit, welches weitergehende Anordnungen trifft.

Gibt es einen finanziellen Ausgleich für Arbeitsausfälle? 

Ist ein Mitarbeiter am Corona-Virrus erkrankt und steht deshalb auf Anordnung der Gesundheitsbehörde unter Quarantäne, erhält der Betroffene eine Entschädigung die in Höhe und Bezugsdauer der gesetzlichen Entgeltfortzahlung im Krankheitsfalle entspricht und zunächst vom Arbeitgeber zu bezahlen ist. Der Arbeitgeber kann dann eine Erstattung bei der zuständigen Infektionsschutzbehörde beantragen, § 56 Abs. 5 IfSG.
Welche finanziellen Hilfen gibt es für Unternehmen?

Folgende Sofortmaßnahmen hat die Bundesregierung beschlossen:

- Flexibilisierung des Kurzarbeitergeldes rückwirkend ab 1. März 2020

- Liquiditätshilfen durch Steuerstundungen, die Herabsetzung der Steuervorauszahlungen und den vorläufigen Verzicht auf      die Vollstreckung säumiger Steuerschulden

- Exportkreditgarantien

- unbegrenzte Hilfezusagen durch Zurverfügungstellung liquider Mittel durch den erleichterten Zugang zu günstigen       Krediten über die Hausbanken und die Kreditanstalt für Wiederaufbau

Aktualisierte und weiterführende Informationen erhalten Sie auf der Homepage des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, sowie die Homepage der Kreditanstalt für Wiederaufbau.
Welche Hilfen gibt es für Selbständige und Freiberufler?

Grundstätzlich trägt der Selbständige das Risiko des Einnahmeverlustes selbst.

Werden Selbständige aufgrund einer eigenen Infizierung unter Quarantäne gestellt, erhalten auch sie Entschädigungen nach dem Infektionsschutzgesetz. Diese können sie bei der zuständigen Gesundheitsbehörde beantragen.

Darüber hinaus hat die Bundesregierung aktuell Eckpunkte für eine "Corona-Soforthilfe für Kleinstunternehmen und Soloselbständige" erarbeitet , über die insbesondere Solo-Selbständige und Kleinstbetriebe finanziell unterstützt werden sollen, für die Kurzarbeitergeld und anderweitige Liquiditätshilfen nicht die richtige Unterstützung sind. Dabei soll es sich um finanzielle Einmalzahlungen in Höhe von bis zu 15.000 Euro handeln. Ziel ist es die wirtschaftliche Existenz der Antragsteller zu sichern. Akute Liquiditätsengpässe sollen diese so überbrücken können und u.a. ihre laufenden Betriebskosten wie Mieten, Kredite für Betriebsräume, oder Leasingraten bedienen können. 

Auch das Land Baden-Württemberg unterstützt Unternehmen und Selbständige, die sich unmittelbar infolge der Corona-Krise in einer existenzbedrohenden wirtschaftlichen Lage befinden und massive Liquiditätsengpässe erleiden, mit einem einmaligen nicht rückzahlbaren Zuschuss. Die Antäge auf Soforthile des Bundes sowie des Landes BW werden durch IHK und HwK koordiniert. Seit 25. März 2020 können Betroffene den vollelektronischen Antragsprozess in Anspruch nehmen können. Das Antragsverfahren läuft in zwei Schritten ab:

1. Antragsformular auf der Homepage des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau BW abrufen
2. Einreichung des ausgefüllten Antrags über die zentrale Landingpage der Kammerorganisation

IHK und HwK übernehmen die Plausibilitätsprüfung der eingegangenen Anträge und leiten diese zur finalen Entscheidung und Auszahlung der Hilfen an die L-Bank weiter. Sowohl die IHK Ulm als auch die HwK Ulm haben in der vergangenen Woche eigens Krisenberatungszentren eingerichtet, an die sich Betroffene wenden können.

Nähere Informationen zur "Soforthilfe Corona" des Landes BW finden Sie auch hier.

 

 

 

Gibt es Beratungsangebote zur konkreten unternehmerischen Lage eines einzelnen Betriebs?

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg startet ab 11. Mai 2020 mit der Krisenberatung Corona. Sie soll insbesondere kleine und mittlere Unternehmen, Soloselbständige und Angehörige der freien Berufe weiter unterstützen. Ziel der kostenlosen Beratung ist es, die unternehmerische Lage zu bewerten, Möglichkeiten der Liquiditätssicherung zu prüfen und eine Strategie zur Krisenüberwindung zu entwickeln.

Die Beratung erfolgt durch das RKW Baden-Württemberg, die Beratungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft für Mittelstand und Handwerk (BWHM), DEHOGA Baden-Württemberg und den Handelsverband Baden-Württemberg. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf der Seite des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg.
Weitere Informationsstellen und Servicerufnummern 

- Gesundheitsamt des Alb-Donau-Kreises
   Bürgertelefon 0731/185-1050
   Mo - Fr 08.30 Uhr bis 16.00 Uhr

- Bundesgesundheitsministerium
   (Quarantänemaßnahmen, Umgang mit Verdachtsfällen im Betrieb etc.)
   Infotelefon zum Coronavirus 030 346465100
   Mo - Do 08.00 Uhr bis 12.00 Uhr
  Corona-Hotline für Unternehmen 0800 40 200 88
  Mo - Fr 09.00 Uhr bis 18.00 Uhr

- Bundeswirtschaftsministerium
  Servicenummer zu Fördermaßnahmen 030 186158000
  Mo - Do 09.00 Uhr bis 16.00 Uhr

- Kreditanstalt für Wiederaufbau
  Servicenummer 0800 539 9001 (kostenfrei)
  Mo - Fr 08.00 Uhr bis 18.00 Uhr

- Agentur für Arbeit Ulm
  (Beantragung von Kurzarbeitergeld)
 
- Bundesagentur für Arbeit
  Unternehmerhotline 0800 45555 20

- Industrie- und Handelskammer Ulm
  Corona-IHK Hotline 0731.173-333

- Handwerkskammer Ulm
  Corona-Hotline 0731.1524-6900
  Mo - Sa 7.00 Uhr bis 19.30 Uhr

- Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle
  Servicenummer für Fragen zu Ausfuhrgenehmigungen 06196 908 - 1444


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