Flurneuordnung Donaurieden

Durch den bevorstehenden Bau der Querspange von der B311 zur B30 wird ein Teil der Gemarkungen Donaurieden und Ersingen in die Unternehmensflurbereinigung Querspange mit einbezogen. In diesem Zusammenhang tauchte mehrfach der die Frage auf, ob es sinnvoll wäre, die restliche Gemarkungsfläche der beiden Stadtteile über eine freiwillige Flurbereinigung ebenfalls neu zu ordnen und weiter zu entwickeln. In diesem Seitenbereich finden Sie hierzu Informationen.

Zum Auftakt gab es eine Informationsveranstaltung, in der die Chancen und Auswirkungen einer freiwilligen Flurbereinigung vorgestellt wurden. Die Bürgerversammlung fand am Dienstag, 15. November 2016 statt. Die Aktennotiz hierzu steht Ihnen hier zum Download bereit.

Einladung zum 6. Workshop Flurneuordnung /Landentwicklung Donaurieden

Einladung zum 6. Workshop Flurneuordnung / Landentwicklung Donaurieden am 21.09.2017, 20.00 Uhr.

Alle interessierte Bürgerinnen und Bürger sind hierzu wieder herzlich eingeladen.

Werner-Josef Ströbele                                Marc Bierkamp
Ortsvorsteher Donaurieden                       Fachdienst Flurneuordnung

 

Ergebnisprotokolle zu den Workshops Flurneuordnung/Landentwicklung Donaurieden

5. Bürgerworkshop am 20. Juli 2017 zur Flurneuordnung/Landentwicklung Donaurieden - Ergebnisprotokoll
Ergebnisprotokoll zum 5. Workshop


4. Bürgerworkshop am 28. Juni 2017 zur Flurneuordnung / Landentwicklung Donaurieden - Ergebnisprotokoll

Herr OV Ströbele begrüßt die Anwesenden. Anschließend geht Herr Frank nochmals auf die vergangenen Workshops ein und erläutert, was in diesen besprochen und teilweise auch vor Ort besichtigt wurde, damit alle Anwesenden auf dem gleichen Informationsstand sind. Er erklärt nochmals die Idee dieser Workshops. Sie dienen der offenen Meinungsfindung für alle Interessierten. In einer Solidargemeinschaft sollte sich jeder Bürger Gedanken machen, welche Entwicklungen/Strukturen für seine Ortschaft sinnvoll sind, damit dieser zukunftsfähig und auch für spätere Generationen noch attraktiv bleibt. Es wird ergebnisoffen gearbeitet. Die Durchführung der Veranstaltungen bedeutet nicht, dass sofort über die Einleitung einer Flurbereinigung entschieden wird. In einer regen Diskussion wird hauptsächlich die Frage aufgeworfen, ob bei der Bürgerversammlung zum Abschluss der Workshops eine Abstimmung zur Flurbereinigung stattfindet und nach welchen Kriterien diese durchgeführt wird. Eine Teilnehmerin kritisierte den Begriff „Bürgerversammlung“ und befürchtete, dass dann auch Nichteigentümer mitstimmen würden. Es herrschte jedoch Konsens, dass nur Eigentümer stimmberichtigt sein dürfen. Es wird nochmals ausdrücklich erklärt, dass die Workshops der Ideen- und Meinungsbildung dienen und danach der Ortschaftsrat/Gemeinderat über einen möglichen Antrag zu einer Flurbereinigung entscheiden muss. Dieser muss sich ein Stimmungsbild der Gesamtsituation machen und dann weiter entscheiden. Wie dieser die Stimmung der Eigentümer erhebt, bleibt diesem überlassen.
Herr Bürgermeister Gaus übernimmt das Wort und bittet darum, das Angebot dieser Workshops zu nutzen, da die Flurbereinigung vielfältige Möglichkeiten bietet. Zum Thema Hochwasserschutz, erklärt er, dass derzeit ein Starkregenrisikomanagement seitens der Stadt Erbach bereits in Auftrag gegeben wurde und dieses vorerst abgewartet werden müsse.
Die Stadt Erbach möchte sich an der Flurbereinigung beteiligen, kann aber nur Maßnahmen unterstützen, welche dem Allgemeininteresse dienen. Dies wird im Einzelfall überprüft, bevor eine Aussage über eine Kostenbeteiligung der Stadt gemacht werden kann.
Nach einer kurzen Pause ging es in eine konstruktive Runde, in welcher in zwei Gruppen die Möglichkeiten zur Agrarstrukturverbesserung rege diskutiert wurden:

  • Sind Wege sind entbehrlich, um größere Schläge zu gewinnen?
  • Welche Gewannlängen sind sinnvoll, entstehen bei kleinem Eigentum zu schmale Flurstücke?
  • Sollten die Hauptwirtschaftswege für evtl. späteren Ausbau breiter abgemarkt werden?
  • Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für den Landabzug?

Die bisherigen Ergebnisse wurden in Karten eingetragen. Aus den Diskussionen wurde ersichtlich, dass die Kosten und der Landabzug möglichst gering gehalten werden sollten.
Der nächste Termin findet am 20. Juli um 20 Uhr statt. Bis dahin werden die Mitarbeiter des Flurneuordnungsamtes die Überlegungen in Karten eingearbeitet haben und evtl. auch schon eine (sehr grobe) Kostenschätzung für die bisherigen Vorschläge mitteilen.
Herr OV Ströbele lädt in den Erbacher Nachrichten ein. Dieser Aktenvermerk wird im Rathaus Donaurieden ausgehängt und auf der Webseite der Stadt Erbach veröffentlicht.
Ehingen, den 13. Juli 2017
Susanne Imhof und Richard Frank



3. Bürgerworkshop
am 30. Mai 2017 zur Flurneuordnung / Landentwicklung Donaurieden - Ergebnisprotokoll
Begehung des Donaurieder Baches und der Feldlage im Bereich seines Einzuggebietes.

Herr Ströbele begrüßt vor dem Dorfgemeinschaftshaus alle Anwesenden zum 3. Workshop.
Es erfolgt eine Begehung des Donaurieder Baches ausgehend von seinem Einzugsgebiet im Bereich des Waldes im „Maierholz“ und Gewann „Dicknöter“ hinunter bis zum Gewann „Am Bach“.
Es werden die Überflutungsstellen und Auslaufstellen des Baches beim letztjährigen großen Hochwasser begutachtet und evtl. mögliche Lösungsansätze besprochen. Hochwasserschutzmaßnahmen benötigen auch Fläche, welche an Ort und Stelle  nicht im Eigentum der Gemeinde vorhanden ist. Deswegen wäre es sinnvoll, mehr Fläche zur Verfügung zu haben, diese müsste vorab von der Stadt Erbach erworben werden. Die Vermarkung des Baches ist derzeit nur ca. 2 m breit. Die Stadt Erbach besitzt nur wenige, kleine Flurstücke entlang des Baches.
Derzeit läuft auch parallel das Gutachten eines Ingenieurbüros welches von der Stadt Erbach in Auftrag gegeben wurde. Dieses untersucht momentan das Überflutungsrisiko und erstellt ein Handlungskonzept zur Risikominimierung. Es wäre sinnvoll mit dem Ingenieurbüro in Kontakt zu treten, damit dieses bei Ihrer Planung unterstützt werden kann.
Außerdem sollte zum nächsten Workshop ein Vertreter der Stadt Erbach eingeladen werden, damit dieser mal konkret Stellung dazu nimmt, wie sie den Ortsteil Donaurieden in dieser Hinsicht unterstützen kann und wird.
Anschließend wurden noch einzelne Gewanne in der Feldlage begangen, mit der Thematik Grünwege heraus zu nehmen um größere Schläge zu bekommen und dadurch eine effektivere Bewirtschaftung zu erreichen.
Des Weiteren wurden noch verschiedene Fragen zur möglichen Flurbereinigung erläutert, ein wichtiger Punkt ist nach wie vor das Thema Kosten und Landabzug.

Der nächste Termin findet am 21. Mai um 19 Uhr statt. Dort sollen erneut der Hochwasserschutz, mögliche Maßnahmen in der Querspangenflurbereinigung, sowie Kosten und Abzug erörtert werden.  Herr OV Ströbele lädt in den Erbacher Nachrichten ein. Dieser Aktenvermerk wird im Rathaus Donaurieden ausgehängt und auf der Webseite der Stadt Erbach veröffentlicht.

Ehingen, den 02. Juni 2017
Susanne Imhof und Richard Frank



2. Bürgerworkshop am 18. Mai 2017 zur Flurneuordnung / Landentwicklung Donaurieden - Ergebnisprotokoll
Ergebnisprotokoll 2. Workshop



1. Bürgerworkshop
am 03. Mai 2017 zur Flurneuordnung / Landentwicklung Donaurieden - Ergebnisprotokoll
Anwesend: Ca. 25 Bürger sowie Vertreter des Ortschaftsrat Donaurieden. Das Landratsamt Alb-Donau-Kreis / FD Flurneuordnung war durch Herrn Bierkamp, Herrn Frank und Frau Imhof verteten.

Herr Ströbele begrüßt alle Anwesenden zum 1. Workshop. Herr Bierkamp erklärt die Idee des Bürgerworkshops anhand einer Präsentation.  Diese sollen zur Gemeindegestaltung und Ideenfindung für alle Beteiligten dienen und ohne den ausdrücklichen Wunsch der Teilnehmer und der Gemeinde kommt keine Flurbereinigung in Ausführung. Es gibt neben dem Normalverfahren auch verschiedene andere Instrumente in der Flurneuordnung, z.B. freiwilliger Land- bzw. Nutzungstausch.
Herr Frank erklärt die Darstellung der mitgebrachten Karten, in welche der Ausbauzustand des Wegenetzes eingearbeitet wurde.
Herr Held (Ortsobmann des LBV) fordert eine geheime Abstimmung darüber, in der sich jeder Anwesende sofort gegen oder für eine Flurneuordnung entscheiden solle. Herr Bierkamp erklärte, dass es im Workshop nicht darum gehe. Vielmehr sollen Anregungen der Bürger gesammelt werden, welche Defizite sie auf ihrer Gemarkung sehen. Dann sollen Lösungsansätze diskutiert werden, insbesondere ob dazu eine Flurbereinigung hilfreich wäre. Der Workshop ist ein Angebot der Flurbereinigungsverwaltung und der Ortsverwaltung. Die Teilnahme hierzu ist freiwillig.
Anhand einiger Beispiele wie dem engmaschigen Grünwegenetz und Wegen, die nicht innerhalb der Abmarkung verlaufen, wurde eine sachliche Diskussion angeregt. Es folgt eine Erörterung folgender Aspekte:

1)  Das Wegenetz sollte ausgedünnt werden, damit größere Schlaglängen erreicht werden können  
2)  Zu lange Schlaglängen können mit einem Grasweg unterteilt werden, welche nach einem Generationenwechsel einfach herausgenommen werden können
3)  Asphaltwege bilden Raumkanten
4)  Einige bestehende Asphaltwege weisen Randschäden auf und verlaufen nicht innerhalb des Flurstücks, mehrere asphaltierte landwirtschaftliche Wege sind in  
      schlechtem Zustand und müssen die nächsten Jahre instandgesetzt werden.
5)  Gemarkungsgrenzen können verändert werden -> Anpassung an Schläge und an Raumkanten
6)   Im Bereich des Donaurieder Baches sind dringend Maßnahmen zum Hochwasserschutz erforderlich, wie sich durch die Überschwemmung im letzten Jahr gezeigt hat.
Zusammenfassend werden folgende Wünsche der Teilnehmer geäußert:
-        Der Flächenabzug und die Kosten müssen gering sein
-        (Grün-)wege sollen teilweise herausfallen.
-        Hauptwirtschaftswege sollen evtl. verbreitert werden.
Die Anwesenden überlegen konkret anhand der Karte, welche Grünwege entfallen können, um die Schläge zu vergrößern. Die Ergebnisse werden in die Karte eingetragen.  Ergebniskarte